Krank am Land - ich hab es überlebt...

Die letzten Tage waren nicht leicht. Ich war (bin) krank. Ja, richtig gelesen. Die Grippewelle hat mich nicht verschont. Ich dachte mir, wenn ich nicht mehr in der Stadt lebe, dann haben es diese hinterhältigen Viren etwas schwerer mich zu erwischen. Falsch gedacht! Quasi dran gedacht und zack, haben sie sich schon in meinem Körper eingenistet. Virenpack elendiges! Aber ich hab es überlebt - war ja auch kein Männerschnupfen ;)

 

Krank sein bedeutet aber auch den ganzen Tag alleine zuhause zu sein. Der Göttergatte musste ja schließlich arbeiten. Am ersten Tag in der Früh war  mein erster Gedanke "Wir waren nicht einkaufen!!!! (Panik) Ich werde verhungern!" Man muss dazu sagen, dass ich leicht fiebrig war und die klaren Gedanken waren wohl gerade im Südsee-Urlaub. Aber es war Tatsache! Wir waren in den letzten Tagen vor dem Kranksein wirklich sehr sehr schlechte Landbewohner. Die Vorräte gingen uns langsam aus und für Nachschub haben wir irgendwie auch nicht gesorgt. Unser Einkaufsverhalten hatte wieder unseren Wien-Rythmus angenommen. Schnell ein paar Dinge fürs Abendessen kaufen aber nicht an morgen denken. Wer konnte auch wissen, dass mich am Montag-Abend plötzlicher Schüttelfrost überkommt und somit die Grippewelle im Hause eingeläutet wird.

 

Gliederschmerzen und Müdigkeit haben mich aber dann doch den ersten Tag irgendwie überstehen lassen. Nicht mal Schokolade hatten wir noch zuhause. Eigentlich ein absolutes No-Go in unserem Haushalt. Mein Körper verlangt vor allem im kranken Zustand nach Zucker - nach Schokolade um genauer zu sein! Also hat der Göttergatte eine Liste an Dingen diktiert bekommen, die er unbedingt mitbringen muss. Die Zeit schien rückwärts zu laufen, bis endlich der erlösende und sehnlichst erwartete Anruf kam: "Ich bin grad beim Billa und komm gleich heim. Hab alles bekommen." Wuhuuuu - endlich!!!

Landarzt ich komme....

 Busstation -Landstadtland Blog
Busstation des Vertrauens...

Nachdem die Essenssituation sich also an Tag 2 drastisch besserte, blieb nur noch die Frage: Wie komm ich zum Arzt?? Auto ist mit Göttergatte in Wien - krankes Ich hier im Haus. Also blieb mir nichts anderes übrig als mich zu erkundigen, wo es den nächsten Arzt gibt, zu dem ich mit dem Bus fahren kann. Alleine der Gedanke daran zum Bus zu gehen, verursachte einen kleinen Schweißausbruch. Also verschob ich das Ganz doch noch lieber um einen Tag. So ein kleiner Ausflug muss ja auch geplant werden ;) 

 

An Tag 3 gab es keine Ausrede mehr. Auf zum Bus! So schlimm ich es mir vorgestellt hab, so unspektakulär war es dann tatsächlich auch. 5 Minuten Busfahrt  plus 5 Minuten Fußweg plus anschließenden Schweißausbruch später saß ich schon in der Praxis. Mit mir ein Wartezimmer voller Grippegeplagter! 

 

Beim Warten dacht ich mir, dass es eigentlich ganz nett ist jetzt hier zu sein. In einem Raum mit Menschen (ok kranker Menschen) und nicht mehr alleine. Das war nämlich eigentlich wirklich das schlimmste an den letzten Tagen - das Alleinsein. In Wien konnte man wenigstens beim Fenster rausschauen und sah Menschen oder schleppte sich mal zum Einkaufen (wenn die Schoki ausging z.B.), aber hier sieht man den ganzen Tag niemanden. Wen auch - sind ja alle arbeiten. 

 

Fazit: Ich habe meine erste Grippe am Land überlebt. Wieder was, das abgehakt werden kann am Abenteuer "Wir ziehen aufs Land". Und ich hab jetzt eine nette Hausärztin. Ganz ganz wichtig. Und ich hab auch was von ihr mit nach Hause bekommen: Eine mörderischen Schnupfen - ohne Rezept und völlig umsonst ;)

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